Ehegattensplitting zum Familiensplitting ausbauen und Realsplitting verhindern

Ehegattensplitting zum Familiensplitting ausbauen und Realsplitting verhindern

Berlin, 5. Juni 2026. Führende Ökonomen fordern die weitgehende Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten eines begrenzten Realsplittings und einer Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen. Die AfD-Fraktion lehnt das Realsplitting als Angriff auf die Ehe klar ab, begrüßt jedoch gezielte Entlastungen für Familien mit Kindern.

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Diana Zimmer, Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, teilt dazu mit:

„Es ist gut, dass sich Ökonomen Gedanken über eine bessere Förderung von Familien machen. Die geplante Erhöhung des Kindergelds um über 20 Prozent und die Anhebung des Kinderfreibetrags können sinnvolle erste Schritte sein, um Eltern zu entlasten. Allerdings lehnen wir das Realsplitting entschieden ab. Der Besserverdiener kann dabei nur einen begrenzten Betrag auf den Partner übertragen. Ein erheblicher Teil des Einkommens verbleibt somit beim Höherverdiener und unterliegt dort der Steuerprogression. Dadurch steigt die Gesamtsteuerlast vieler Ehepaare gegenüber dem Ehegattensplitting. Das gilt es zu verhindern.

Wir setzen stattdessen auf die Beibehaltung des Ehegattensplittings und dessen Ausbau zum Familiensplitting. Dies bleibt für kinderlose Paare neutral, entlastet Familien mit Kindern jedoch massiv durch eine echte Pro-Kopf-Betrachtung. So wird die Familie als Ganzes steuerlich anerkannt und gefördert, wie es unserem Antrag ‚Familien entlasten – Das Ehegattensplitting zu einer umfassenden Familienförderung umbauen‘ entspricht.

Statt die Ehe zu schwächen, müssen wir die Familiengründung und das Aufwachsen von Kindern in Deutschland endlich attraktiver machen.“

Der finanzpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Kay Gottschalk, ergänzt:

„Das Ehegattensplitting hat sich als gerechtes und bewährtes Instrument der Familienbesteuerung etabliert. Statt es durch ein Realsplitting schrittweise auszuhöhlen, wollen wir es zu einem echten Familiensplitting weiterentwickeln. Dadurch wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Familien realitätsgerecht berücksichtigt, indem Kinder bei der steuerlichen Belastung stärker einbezogen werden. Familien mit Kindern würden spürbar entlastet, ohne neue Bürokratie zu schaffen oder bewährte Strukturen infrage zu stellen.

Wer die demografische Katastrophe in Deutschland ernst nimmt, muss Familien finanziell stärken, statt sie steuerlich zusätzlich zu belasten.“

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