Mangel an gesicherter Stromerzeugung wird durch teures neues Gesetz nicht beseitigt

Mangel an gesicherter Stromerzeugung wird durch teures neues Gesetz nicht beseitigt

Berlin, 10. Juli 2026. Die Bundesregierung will in den nächsten Jahren 11 Gigawatt an neuen Erdgas-Kraftwerken bauen lassen und deren Bereithaltung über 15 Jahre mit bis zu 173.000 Euro pro Megawatt und Jahr durch Erhöhung des Strompreises sehr lukrativ entlohnen. Die AfD-Fraktion hatte stattdessen die Wiederinbetriebnahme von neun Kernkraftwerken gefordert, die für 18 Milliarden Euro innerhalb von zwei bis fünfeinhalb Jahren wieder 12 Gigawatt an Strom liefern könnten. Streit gab es zuletzt in der Koalition offenbar um die regionale Verteilung dieser garantierten Subventionen. Im Norden Deutschlands wird, wenn der Wind weht, viel mehr Windkraft erzeugt, doch die Stromleitungen reichen nicht aus, um den Süden damit ausreichend zu versorgen. Deshalb sollte der Süden durch den sogenannten „Südbonus“ mehr subventionierte Kraftwerksstandorte bekommen als der Norden, doch dieser „Südbonus“ wurde im letzten Moment stark eingeschränkt. Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Paul Schmidt:

„Der Streit um den ‚Südbonus’ zeigt das eigentliche Problem: Die Bundesregierung diskutiert über die Verteilung neuer voll subventionierter Erdgas-Kraftwerke, statt den Mangel an gesicherter Stromerzeugung zu beseitigen. Die richtige Lösung wäre, 12 Gigawatt an stillgelegten Kernkraftwerken wieder in Betrieb zu nehmen und so die Lücken bei der fehlenden gesicherten Leistung zu schließen. Dies würde auch unsere Strompreise senken, denn zuletzt hatten die deutschen Kernkraftwerke den Strom für unter 3 Cent pro Kilowattstunde erzeugt. Der ‚Südbonus’ hätte die Nachteile des teuren neuen Gesetzes teilweise ausgeglichen, doch dieser wurde nun stark abgeschwächt. Offenbar hatte das die SPD im letzten Moment vor der Verabschiedung des Gesetzes durchgesetzt, wie der SPD-Abgeordnete Martin Kröber auf meine Kurzintervention hin durchblicken ließ.“

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