Altersvorsorge darf nicht zur Gebührenfalle werden

Altersvorsorge darf nicht zur Gebührenfalle werden

Berlin, 28. August 2026. Hohe Kosten können beim neuen Altersvorsorgedepot über Jahrzehnte einen erheblichen Teil des möglichen Vorsorgevermögens aufzehren. Eine aktuelle Modellrechnung bei FOCUS Online zeigt: Bei einer monatlichen Sparrate von 500 Euro einschließlich staatlicher Förderung, 40 Jahren Ansparzeit und fünf Prozent Rendite vor Kosten können Effektivkosten von einem Prozent zu rund 160.000 Euro weniger Altersvorsorgevermögen führen. Das entspricht einem Verlust von rund 22 Prozent gegenüber einer kostenfreien Anlage. Beim gesetzlichen Standarddepot sind Effektivkosten von bis zu einem Prozent zulässig.

Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy, Obfrau der AfD-Fraktion im Ausschuss für Arbeit und Soziales:

„160.000 Euro weniger für die Rente sind eine Größenordnung, die aufhorchen lassen muss. Wer über Jahrzehnte Monat für Monat für seinen Ruhestand spart, darf nicht einen erheblichen Teil seines möglichen Vermögens durch Kosten und den dadurch verlorenen Zinseszinseffekt einbüßen.

Ein Prozent klingt zunächst nach wenig. Über einen Zeitraum von 30 oder 40 Jahren können solche laufenden Kosten aber einen gewaltigen Unterschied beim späteren Altersvorsorgevermögen ausmachen. Gerade bei einem staatlich geförderten Standardprodukt muss deshalb gelten: Je niedriger die Kosten, desto mehr bleibt am Ende für die Sparer.

Wir haben genau deshalb in unserem Antrag ‚Private Altersvorsorge stärken – einheitlichen Standardfonds mit niedrigen Kosten und besseren Renditechancen einführen‘ eine gesetzliche Begrenzung der jährlichen Effektivkosten auf maximal 0,5 Prozent gefordert. Unser Ansatz setzt auf einen breit diversifizierten, transparenten und langfristig renditeorientierten Standardfonds, bei dem Skaleneffekte den Sparern zugutekommen und nicht durch überhöhte Verwaltungs- oder Vertriebskosten aufgezehrt werden.

Die beim gesetzlichen Standarddepot zugelassenen Effektivkosten von bis zu einem Prozent sind aus unserer Sicht noch immer zu hoch. Gerade über mehrere Jahrzehnte kann diese Differenz aufgrund des Zinseszinseffekts erheblich beeinflussen, wie viel Vermögen den Bürgern im Ruhestand tatsächlich zur Verfügung steht.

Private Altersvorsorge muss einfach, transparent, renditestark und vor allem kostengünstig sein. Es kann nicht sein, dass der Staat die Bürger einerseits zum langfristigen Sparen ermuntert und andererseits Kostenstrukturen zulässt, die einen beträchtlichen Teil des möglichen Vorsorgevermögens aufzehren.

Der Zinseszinseffekt muss für die Altersvorsorge der Bürger arbeiten und nicht für die Gebühreneinnahmen der Anbieter.

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert deshalb, die jährlichen Effektivkosten beim Standarddepot gesetzlich auf maximal 0,5 Prozent zu begrenzen. Nur so bleibt langfristig mehr von der privaten Altersvorsorge dort, wo es hingehört: bei den Sparern.“

Beitrag teilen

Ähnliche Beiträge