Pressemitteilung

Droese: Keine EU-Erweiterung auf dem Balkan, solange die real existierenden Konflikte nicht gelöst sind

Berlin, 27. Oktober 2020. Bulgarien wird nach Medienberichten den Beitritt von Nordmazedonien zur EU blockieren, solange Skopje nicht die „Geschichte umgeschrieben“ hat und eine andere Position zu ethnischen und sprachlichen Aspekten im Verhältnis zu Bulgarien einnimmt.

Dazu äußert sich der Leipziger AfD-Bundestagsabgeordnete im EU-Ausschuss, Siegbert Droese:

„Nach Frankreich hat jetzt auch Bulgarien sein Veto eingelegt. Begründet wird dies von Premier Borissow damit, dass Mazedonisch nur ein Dialekt des Bulgarischen sei, es auch keine mazedonische Minderheit in Bulgarien gibt, und dass der in Nordmazedonien verehrte Nationalheld Deltschew eigentlich ein Bulgare ist.

Möglicherweise will Borissow nur von innenpolitischen Problemen ablenken. Dennoch zeigen die Details der Vorwürfe erneut, wie zerstritten der gesamte Balkan ist. Solange all diese politisch motivierten, aber real existierenden Konflikte bei Geschichte, Kultur, Sprache und Volksgruppen nicht gelöst sind, kann es aus Sicht der AfD-Fraktion keine EU-Erweiterung geben.“

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