Pressemitteilung

Keuter: Konkurs des Apotheken-Abrechnungszentrums muss geklärt werden

In der vergangenen Woche hat der Sonderbeauftragte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für das Düsseldorfer Apotheken-Abrechnungszentrum (AvP) Insolvenzantrag gestellt. Von der Insolvenz des Abrechnungsunternehmens sind rund 3.500 Apotheken in Deutschland betroffen. Das Unternehmen schuldet den Apothekern insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag. In einzelnen Fällen haben Apotheken durch die Insolvenz Ausfälle von 260.000 Euro.

Dazu teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete Stefan Keuter erklärt dazu:

„Den Hilferuf einer Apothekerin aus Wiesloch (Baden-Württemberg), die nach eigenen Angaben 260.000 Euro Außenstände bei der AvP zu verzeichnen hat, habe ich mit Schrecken vernommen. Die unverschuldet in Existenznot geratenen Apotheken dürfen wir nicht allein lassen.

Es ist unverständlich, wie das Unternehmen AvP in eine solche wirtschaftliche Schieflage geraten konnte, so dass es nun Insolvenz anmelden musste. Insofern begrüße ich die bereits angelaufenen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen.

Ich habe heute eine Kleinen Anfrage an die Bundesregierung eingereicht, um unter anderem zu erfahren, ob ein Rettungsschirm für die betroffenen Apotheken geplant ist und ob flächendeckend die Versorgung von lebenswichtigen Medikamenten für die Bevölkerung sichergestellt ist.

Ich fordere eine umfassende Aufklärung der Vorgänge und eine Erklärung, aus welchen Gründen die BaFin erst jetzt einen Sonderbeauftragten in die AvP entsandt hat, der letztlich nur noch einen Insolvenzantrag stellen konnte.“

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