Pressemitteilung

Uwe Schulz: Offener Brief an den Präsidenten von Eintracht Frankfurt

Berlin, 28. Dezember 2017. Der Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, bezieht in der FAZ Position gegen die AfD und „will nicht, dass Vereinsmitglieder die AfD wählen“. Der hessische AfD-Abgeordnete Uwe Schulz hat dazu einen „offenen Brief“ an Herrn Fischer verfasst.

Sehr geehrter Herr Fischer!

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet in der aktuellen Donnerstagsausgabe über Ihre Position zur Alternative für Deutschland. Angeblich vertrage es sich nicht mit der Satzung der Eintracht Frankfurt, AfD zu wählen. So Ihre Worte. Des weiteren werden Sie zitiert mit dem Satz „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt“.

Ich kenne Sie nicht, Herr Fischer. Und ich kann nicht nachvollziehen, woher Sie Ihre Ansicht über die AfD nehmen bzw. welche Bemühungen Sie bisher an den Tag legten, um sich über die Auffassungen der AfD zu informieren.

Es entzieht sich auch meiner Kenntnis, welchen demokratischen Prinzipien Sie folgen, wenn Sie auf einer Mitgliederversammlung der Eintracht „gegen die AfD Stellung beziehen“ wollen und worauf Ihre Motivation hierzu beruht. Schließlich sind Sie doch der Vertreter einer Fußballinstitution, die sich „Toleranz“ auf die Fahne geschrieben hat.

Offensichtlich haben Sie, sehr geehrter Herr Fischer, noch keine Minute damit zugebracht, im Grundsatzprogramm der AfD auch nur zu blättern. Ganz sicher haben Sie sich noch keine Sekunde genommen, um mit einem Mitglied der AfD zu reden.

Ich möchte Ihnen gerne die Chance geben, das alles nachzuholen. Daher erhalten Sie von mir eine Druckversion des AfD-Programms zur Bundestagswahl – und ich gebe Ihnen die Möglichkeit, einen hessischen Bundestagsabgeordneten der AfD persönlich kennenzulernen. Nämlich mich.

Gerne lade ich Sie zu einem Besuch in meinem Berliner oder Gießener Büro ein und gebe Ihnen auf Wunsch auch Gelegenheit, weitere Vertreter der AfD im Deutschen Bundestag oder auf Landesebene in Hessen zu treffen.

Es wäre doch gelacht, wenn das nicht auch bei Ihnen klappen würde: Das mit dem Demokratieverständnis und der Toleranz, meine ich. Und ein Jahreswechsel ist ja immer ein guter Zeitpunkt für gute Vorsätze. Nutzen Sie die Chance, lieber Herr Fischer.

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