Union will ganze Berufsgruppen gegeneinander ausspielen
Union will ganze Berufsgruppen gegeneinander ausspielen
Berlin, 25. September 2026. CSU-Minister Alexander Dobrint verkündete im ZDF die neue Lesart der Union in Bezug auf die geplante Abschaffung der sog. „Rente mit 63“. Diese Möglichkeit soll nun nach Vorstellung der Union zukünftig nur noch für Menschen „mit schwerer körperlicher Arbeit“ gelten. Die Union sieht dies als Kompromissangebot gegenüber dem heftigen Widerstand nicht nur seitens der SPD. Dazu erklärt die rentenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Ulrike Schielke-Ziesing:
„Kaum dämmert der Union, was sie mit ihrer Forderung nach Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren anrichtet, setzt sie die nächste Ungerechtigkeit obendrauf: Was soll das denn sein: ‚Schwere körperliche Arbeit‘? Nur das, was der sprichwörtliche Dachdecker ausübt? Oder die Pflegekraft? Oder auch die Kassiererin, der abends Hände weh tun, von den ‚stehenden Berufen‘ gar nicht zu reden.
Und was ist mit all denjenigen, die psychisch belastet sind aufgrund der steigenden Arbeitsverdichtung, der Überstunden oder der Angst um den Arbeitsplatz? Oder die kurz vor dem Burnout stehen? Auch Herrn Dobrindt ist bekannt, dass psychische Erkrankungen inzwischen die Hauptursache für vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben sind.
Hier werden auf dem Rücken aller Arbeitnehmer wieder neue Opferhierarchien eingeführt und ganze Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt. Für uns als AfD-Fraktion ist und bleibt das Wesentliche: Jeder, aber wirklich jeder, hat das Recht, sich nach 45 Beitragsjahren in seine wohlverdiente Rente zu verabschieden, alles andere sind Rentenkürzen durch die Hintertür.“
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