Pressemitteilung

Protschka: AfD unterstützt Vorstoß zur Fristverlängerung für betäubungslose Ferkelkastration  

Berlin, 27. September 2018. Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, führt zum Vorstoß der CDU-Bundestagsfraktion zur Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration aus:

„Die AfD-Bundestagsfraktion begrüßt den Vorstoß der CDU für eine Fristverlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration ausdrücklich.

Ich bin erleichtert, dass die Landwirtschaftspolitiker der CDU endlich den Vorschlag der AfD für eine Verlängerung der Frist zur betäubungslosen Ferkelkastration über den 1. Januar 2019 hinaus aufnehmen. Wir werden unsere Kollegen zum Wohl der deutschen Bauern gerne unterstützen, sofern sie den Mut finden, ihren Vorschlag auch gegen den Willen der SPD in den Bundestag einzubringen.

Lediglich eine Frist zu verlängern greift jedoch zu kurz.

Leider gibt es nämlich noch immer kein Lokalanästhetikum, das für die Ferkelkastration in Deutschland zugelassen wäre. Trotzdem das Verbot einer betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2019 bereits seit sechs Jahren allgemein bekannt ist. Die vergangenen Jahre hat die Bundesregierung fruchtlos verstreichen lassen. Kurz vor Toresschluss muss sie den deutschen Landwirten endlich helfen.

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung deswegen dringend dazu auf, die derzeit laufenden Untersuchungen zu den Möglichkeiten des Einsatzes von Lokalanästhetika bei der Ferkelkastration mit höchster Priorität zu unterstützen bzw. selbst voranzutreiben und auf diese Weise die betroffenen Akteure zu unterstützen. Zudem muss es den deutschen Bauern, wie ihren Kollegen in Teilen des europäischen Auslands, erlaubt werden, die lokale Betäubung nach einem Sachkundenachweis selbst durchzuführen. Es gibt einfach nicht genug Tierärzte, um die lokale Betäubung bei jedem Ferkel durch einen Veterinär durchführen zu lassen, wie es momentan noch gesetzlich vorgeschrieben ist.

CDU/CSU haben es in der Hand, ob sie mit Hilfe einer bürgerlichen Mehrheit im Bundestag aus CDU/CSU, AfD und FDP den deutschen Ferkelerzeugern das Überleben am Markt ermöglichen wollen, oder ob sie die Bauern in Deutschland zuliebe der Koalitionsdisziplin mit der SPD opfern.

Die AfD wird sich jedenfalls gegenüber einer konstruktiven Lösung im Interesse der deutschen Bauern nicht verschließen.“

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