Pressemitteilung

Protschka: Verbesserung der Tierschutzkontrollen, um Tierhalter zu entlasten

Berlin, 12. Februar 2020. In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft wurde der AfD-Antrag zur Verbesserung der Tierschutzkontrollen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung (BT-Drs. 19/16055) abgelehnt. Der Agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, äußert sich dazu wie folgt:

„Trotz regelmäßiger und zahlreicher Tierschutzkontrollen sehen sich Tierhalter einer enormen gesellschaftlichen Kritik ausgesetzt. Tierhaltenden Betriebe können nicht über zu wenig Kontrollen klagen. Denn neben den amtlichen Kontrollen gibt es beispielsweise die Lebendtierbeschau vor der Schlachtung sowie regelmäßige Kontrollen durch die Landwirtschaftskammer und von privatwirtschaftlichen Initiativen, wie beispielsweise dem QS-System oder der Initiative Tierwohl.

In der medialen Darstellung wird jedoch ausschließlich über die Negativbeispiele berichtet oder über die durchschnittlich niedrige Kontrollquote der amtlichen Tierschutzkontrollen. Dadurch entsteht ein völlig verzerrtes Bild über die Zustände in der heimischen Tierhaltung. Deshalb finde ich es sehr Schade, dass der Ausschuss unseren Antrag zur Verbesserung der Tierschutzkontrollen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung abgelehnt hat.

Um die amtlichen Tierschutzkontrollen kommen wir leider nicht herum, denn die EU verpflichtet Deutschland diese durchzuführen. Wir brauchen jedoch nicht noch mehr Kontrollen, sondern qualitativ bessere und effektivere.

Das Ziel unseres Antrags war es, eine stärkere Vernetzung von tierschutzrelevanten Daten und privatwirtschaftlichen Kontrollergebnissen mit den staatlichen Behörden zu erreichen. Dadurch wäre es möglich gewesen die Zahl der risikobasierten amtlichen Kontrollen erheblich zu senken und die Tierhalter bürokratisch deutlich zu entlasten. Vor dem Hintergrund, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung sich mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung wünscht, hätte ein systematisches Monitoring für mehr Transparenz über den Tierschutz in der Nutztierhaltung sorgen können, um dadurch die gesellschaftliche Akzeptanz der Tierhaltung zu steigern.“

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