Pressemitteilung

Stephan Protschka: Bundesregierung gefährdet durch reines Beobachten die Stabilität unserer Lebensmittelversorgung

Berlin, 26. August 2022. Wegen der Rekordpreise bei Erdgas haben viele große europäische und internationale Düngemittelhersteller angekündigt, ihre Produktion drosseln oder ganz stillzulegen zu müssen. Ein großes heimisches Stickstoffwerk war deshalb bereits in dieser Woche gezwungen, seine Produktion vorübergehend vollständig einzustellen. Allein die Ankündigungen haben auf dem internationalen Düngemittelmarkt einen gewaltigen Preissprung ausgelöst. Dazu kommt, dass der extrem schwache Euro die in Dollar abgerechneten Düngerimporte weiter verteuert, die Düngemittelimporte aus Russland wegfallen und die Gaspreise weiter steil ansteigen. Angesichts dieser dramatischen Lage und der rekordhohen Düngerpreise hat der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, die Bundesregierung erneut gefragt, ob sie die Situation der Verfügbarkeit mit mineralischen Düngemitteln inzwischen neu bewertet. Die Bundesregierung möchte die Entwicklung der Gaspreise und die diesbezüglichen Reaktionen der Düngemittelindustrie jedoch zunächst weiter genau beobachten. Dazu äußert sich Stephan Protschka wie folgt:

„Angesichts der jüngsten Entwicklungen auf dem Düngermarkt ist es ein ausgemachter Skandal, dass die Bundesregierung immer noch nicht handeln will, sondern die Situation einfach nur weiter beobachtet. Damit macht sie sich mitschuldig an unbezahlbaren Düngemitteln und damit auch an weiteren drastischen Lebensmittelpreissteigerungen. Denn ohne ausreichenden und bezahlbaren Dünger ist eine stabile Lebensmittelversorgung nicht möglich. Die Ernteerträge würden dramatisch einbrechen. Wir fordern die Bundesregierung jetzt seit fast einem Jahr wiederholt dazu auf, mit umfangreichen Entlastungsmaßnahmen eine günstige und stabile Energieversorgung und damit bezahlbare Dünge- und Lebensmittel zu gewährleisten. Es ist unverantwortlich, dass alle unsere diesbezüglichen Anträge zum Schaden aller Bürger bisher abgelehnt wurden. Dabei besteht dringendster Handlungsbedarf.“

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