Bismarck muss offiziell zurück ins Auswärtige Amt

Bismarck muss offiziell zurück ins Auswärtige Amt

Berlin, 12. Mai 2026. Laut NIUS soll Raum 2.0.50 im Auswärtigen Amt wieder den Namen „Bismarckzimmer“ tragen. Zugleich habe die Pressestelle des Auswärtigen Amts eine Rückbenennung zuvor dementiert; ein dem Medium vorliegendes Foto zeige nun aber Raum 2.0.50 mit der Bezeichnung „Bismarckzimmer“.

„Wenn das Bismarckzimmer im Auswärtigen Amt tatsächlich zurück ist, dann ist das richtig. Dann muss Außenminister Wadephul aber auch den Mut haben, diese Entscheidung offiziell zu machen. Eine stille Korrektur hinter verschlossenen Türen reicht nicht aus.

Bismarck war der erste Chef des Auswärtigen Amts und steht wie kaum ein anderer für eine realistische, interessengeleitete Außenpolitik. Dass sein Name ausgerechnet aus diesem ehrwürdigen Haus verdrängt wurde, war ein geschichtspolitischer Fehler.

Die Bundesregierung muss jetzt Klarheit schaffen. Entweder ist das Bismarckzimmer offiziell zurückbenannt, dann soll sie dazu stehen. Oder sie hält weiter an Baerbocks Umbenennung fest, dann soll sie erklären, warum im Auswärtigen Amt offenbar eine andere Bezeichnung verwendet wird. Deutsche Außenpolitik braucht historische Klarheit statt ideologischer Symbolpolitik.“

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