Pressemitteilung

Joachim Wundrak/René Springer: In Mali droht ein zweites Afghanistan

Berlin, 1. Februar 2022. Dänemark zieht seine Truppen aus dem krisengeschüttelten Mali ab. Der dänische Außenminister Kofod begründet diesen Schritt mit der feindseligen Haltung der malischen Militärregierung gegenüber den dänischen Soldaten. Die Junta in Bamako wiederum spricht von „kolonialen Reflexen“ und hat den französischen Botschafter des Landes verwiesen.

Dazu sagt der AfD-Bundestagsabgeordnete Joachim Wundrak, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags:

„Die dänische Regierung handelt völlig richtig und verantwortungsbewusst gegenüber ihren Soldaten in Mali. Seit die Putschisten in Bamako an der Macht sind, hat sich die Situation für die ausländischen Truppen weiter verschlechtert. Die Junta scheint sich nicht mehr an die Vereinbarungen im Rahmen der UN-Mission MINUSMA zur Friedenssicherung gebunden zu sehen. Deutsche Truppen dürfen nicht zum Spielball von Putschisten werden, denen es weder um Friedenssicherung noch um den Schutz ausländischer Einheiten geht. Wir rufen die Bundesregierung auf, dem dänischen Vorbild zu folgen und die deutschen Soldaten aus Mali abzuziehen – ansonsten droht ein neues Afghanistan. Dass die Junta zudem den französischen Botschafter ausgewiesen hat, unterstreicht die chaotische Lage in Mali.“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer, stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags, ergänzt:

„Die UN-Mission MINUSMA zur Befriedung Malis und der Bekämpfung islamistischer Milizen ist gescheitert. Selbst Frankreichs Aufforderung an die Militärs in Mali, die Ausweisung der dänischen Truppen zurückzunehmen lief ins Leere. Internationale Truppen mit deutscher Beteiligung erleben erneut, dass gut gemeinte Befriedungseinsätze in Krisenregionen zum Scheitern verurteilt sind. Afghanistan ist dafür die negative Blaupause. Die Bundesregierung sollte endlich daraus die richtigen Schlussfolgerungen ziehen und den Mali-Einsatz sofort beenden und künftig die Bundeswehr nicht in weitere militärische Abenteuer verwickeln. Darüber hinaus ist zu prüfen, inwiefern Offiziere aus Krisenregionen in Bundeswehreinrichtungen in Deutschland weitergebildet werden sollten, wie es mit dem aktuellen Machthaber in Bamako, Assimi Goïa, geschehen ist.“

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