Pressemitteilung

Peter Felser: Lieber regional und frisch als hochverarbeitet – Bundesregierung schenkt ernstzunehmenden Studienergebnissen keine Beachtung

Berlin, 14. Juli 2022. Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie aus den USA kam zu dem Schluss, dass eine vegetarische Ernährung mit einem hohen Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel ­– zu denen übrigens auch viele Fleischersatzprodukte zählen – das Sterblichkeitsrisiko stärker erhöhen als eine Ernährung mit rotem Fleisch. In einer kleinen Anfrage (BT-Drs. 20/2476) wollte die AfD-Bundestagsfraktion nun herausfinden, ob der Bundesregierung diese Ergebnisse bekannt sind und welche Rückschlüsse sie daraus für ihr künftiges ernährungspolitisches Handeln zieht.

Zu den Antworten der Bundesregierung äußert sich der ernährungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Peter Felser, wie folgt:

„Uns ist bewusst, dass potenzielle Gesundheitsrisiken eines Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel immer im Kontext zum gesamten Ernährungsstil eines jeden von uns gesehen werden müssen. Und trotzdem sind wir der Auffassung, dass die brisanten Ergebnisse stärkere Beachtung durch die Bundesregierung finden sollten. Obwohl sich diese offenbar darüber im Klaren ist, dass verarbeitete Lebensmittel ein fester Bestandteil im Alltag der meisten Verbraucher in Deutschland sind und sie somit auch dem ständigen Risiko ausgesetzt sind, vergleichsweise früher zu versterben, deuten die Antworten darauf hin, dass die Erkenntnisse in den laufenden Diskussionen zur kommenden Ernährungsstrategie untergehen werden. Zudem kann ich der Bundesregierung hinsichtlich ihrer Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) nur ein miserables Attest ausstellen, denn die bisherigen Ergebnisse aus dem Produktmonitoring zeigen, dass seit 2016 bei Fleischersatz- und Wurstersatzprodukten die Gehalte an Energie um fast 5 Prozent und die Gehalte an gesättigten Fettsäuren um 34 Prozent angestiegen sind. Fleischersatzprodukte enthalten nach Angaben der Bundesregierung auch mehr Salz als ihre tierischen Vergleichsprodukte. Ich fordere das BMEL-Ressort deshalb auf, nicht nur ihre Reduktionsstrategie für weniger Zucker, Fette und Salz auf den Prüfstand zu stellen, sondern auch im Namen der deutschen Verbraucher die ernährungsphysiologisch heiklen Daten aus der ihr bekannten Studie stärkere Gewichtung bei kommenden politischen Entscheidungen zukommen zu lassen.“

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