Pressemitteilung

Stephan Protschka: Ausweitung der nitratbelasteten Gebiete ist ein falsches Signal

Berlin, 8. Juli 2022. Auf Druck der EU-Kommission wird der Bundesrat heute die Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Gebietsausweisung (AVV GeA) verabschieden, die die mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebiete ausweist. Die Länder gehen davon aus, dass sich die Nitrat-Gebietskulisse um rund 45 Prozent von derzeit etwa 2,0 Millionen auf etwa 2,9 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche vergrößern wird. Die Bauern müssen auf diesen Flächen unter anderem 20 Prozent weniger Stickstoff düngen, als die Pflanzen benötigen. Dadurch drohen Ertragsverluste von bis zu 20 Prozent.

Dazu äußert sich der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, wie folgt:

„Während die Regierung uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor ‚Putins Kornkrieg‘ warnt, verringert sie gleichzeitig mit immer neuen überzogenen Regulierungen die heimische landwirtschaftliche Produktion. Die Ausweitung der nitratbelasteten Gebiete ist ein falsches Signal und geschieht auf Grundlage eines ungeeigneten Nitratmessnetzes sowie auf jahrzehntelang falsch erhobenen Messwerten. Die Folgen dieser politischen Willkür werden gewaltige Ertrags- und Einkommensverluste sowie mittelfristig sogar ein Verlust an Bodenfruchtbarkeit sein. Eine existenzbedrohende Situation für die meisten bäuerlichen Familienbetriebe. 2019 gab es deswegen bereits zurecht große Bauernproteste in Deutschland und die niederländischen Bauern protestieren gegenwärtig gegen die verfehlte Stickstoffpolitik. Will die Regierung kurz vor der anstehenden Ernte wirklich riskieren, dass die deutschen Bauern auch wieder auf die Straße gehen?“

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