Pressemitteilung

Frohnmaier: Entwicklungspolitik muss die Eigenverantwortung der Menschen stärken

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines neuen Buches unter anderem die „Abkehr vom traditionellen Kapitalismus“. Der Wohlstand Deutschlands sei in Teilen „auf der Ausbeutung von Mensch und Natur in den Entwicklungsländern aufgebaut“.

Der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, erklärt dazu:

„Bei dem antikapitalistischen Schuldkult von Entwicklungsminister Gerd Müller handelt es sich um keinen belastbaren Anker für gute Entwicklungspolitik. Nicht der Kapitalismus bedroht die die Lebensgrundlage der Menschen, sondern Korruption und die blanke Unfähigkeit der Regierungen vieler Entwicklungsländer. Das zeigt auch die aktuelle Kritik von Amnesty International an der falschen Verwendung von Corona-Lebensmittelhilfen durch Regierungsanhänger in einigen Entwicklungsländern.

Hilfen nach dem Gießkannenprinzip sind in einer solchen politischen Umgebung kontraproduktiv. Sie verhindern, dass sich Eigenverantwortung herausbildet und entfaltet. Afrikanische Ökonomen wie James Shikwati kritisieren schon lange die negativen, wirtschaftslähmenden Effekte ständiger Hilfsleistungen. Wirtschaftliche Zusammenarbeit statt Almosen sollte das Motto der Entwicklungspolitik lauten. Die Dritte Welt benötigt Mut zur Eigenverantwortung, einen freien Handel und effiziente Produktionsmuster.“

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