Pressemitteilung

Hampel: Afghanistan – Ein „geordneter Rückzug“ aus einem Desaster

Berlin, 23. Juni 2021. Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte zum „geordneten Rückzug der NATO-Truppen aus Afghanistan“ äußert der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Armin-Paul Hampel:

„Nach 20 Jahren endet der größte und längste Einsatz der NATO und damit auch der größte, verlustreichste, teuerste und längste Einsatz der Bundeswehr. Mit Anerkennung würdigt die AfD-Fraktion die persönliche Leistung aller Soldaten, die dort gedient haben und wir gedenken mit großem Respekt der in Afghanistan gefallenen Soldaten, Polizisten und zivilen Helfer. Aber ganz klar muss festgestellt werden: Es ist gut, dass dieser Einsatz endlich beendet wird.

Und nun gilt es diesen Einsatz außenpolitisch als das zu bewerten, was er war und ist: Ein Desaster.

NTV titelt heute: ‚Taliban rücken weiter vor. Bundeswehr: Können unser Camp verteidigen‘. Das bringt dieses politische Scheitern auf den Punkt. Angetreten mit dem Anspruch, Afghanistan Demokratie und Menschenrechte zu bringen, das Leben der Menschen zu verbessern und sogenanntes ‚nation building‘ zu betreiben, sind wir jetzt gerade noch in der Lage, das eigene Camp zu sichern und einen hoffentlich geordneten Rückzug zu bewerkstelligen. Wenn diese schwarz-rote Bundesregierung von einem geordneten Rückzug sprechen will, muss man sagen: Es ist ein Rückzug aus einem Desaster. Deutschland wurde nie am Hindukusch verteidigt und es war einer der verhängnisvollsten Fehler der damals rot-grünen Regierung, in diesen Einsatz überhaupt hinein zu gehen und dann noch nicht einmal rechtzeitig eine Exit-Strategie zu entwickeln. Alle folgenden deutschen Regierungen haben die Augen vor dieser Wahrheit verschlossen, haben versagt, verheimlicht, vertuscht und idiologisch schöngeredet. Das alles darf keine Blaupause für die zukünftige Außenpolitik werden. Umso wichtiger wird es sein, weitere außenpolitische Abenteuer mit Einsätzen der Bundeswehr oder der Lieferung von defensiven Waffen à la Habeck zukünftig zu verhindern. Und dafür wird die AfD-Fraktion weiter kämpfen.“

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