Pressemitteilung

Schlund: Dexamethason – erst forschen dann jubeln

Berlin, 17. Juni 2020. Der altbekannte entzündungshemmende Wirkstoff Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Gemeint sind die, bei denen die Kranken beatmet werden oder Sauerstoff als Unterstützung erhalten. Vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie, die noch gar nicht veröffentlicht ist und bisher nicht von anderen Experten begutachtet werden konnte, deuten darauf hin.

An der Studie beteiligte Forscher feiern sich schon selbst. Das Mittel sollte daher jetzt sofort zum Standard bei der Behandlung dieser Patienten werden. Die WHO haut in dieselbe Kerbe: die britische Corona-Studie habe einen „lebensrettenden Durchbruch“ erzielt.

Der stellvertretende gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Robby Schlund, sagt dazu:

„Was haben wir nicht schon alles gehört – auch von der WHO. Erst wurde vor Ibuprofen gewarnt, dann nicht mehr. Erst waren Raucher besonders gefährdet, dann ging das Gerücht um, Nikotin könne sogar die Situation verbessern. Erst standen blutdrucksenkende Mittel in Verdacht, die Krankheit zu begünstigen, dann nicht mehr. Hydroxychloroquin wurde als kostengünstiges Wundermittel gepriesen, dann wieder nicht mehr.

Wenn schon die WHO nicht den Grundsatz befolgt ‚Erst forschen, dann jubeln‘, dann muss das jetzt die Bundesregierung sicherstellen.

Wir brauchen valide Untersuchungen dazu hier in Deutschland. Dafür sollten Mittel freigemacht werden, die der WHO zugedacht waren. Die Ergebnisse nutzen schließlich anschließend, wenn sie dann wirklich wissenschaftlich gesichert sind, allen Kranken auf der Welt.“

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