Pressemitteilung

Wirth: AfD-Anfrage legt Kerosinabwurf über dem Saarland offen

Berlin, 18. Mai 2018. Auf Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Wirth hat die Bundesregierung am 17. Mai 2018 Zahlen zum Kerosinabwurf über dem Saarland und Rheinland-Pfalz offen gelegt.

So wurden allein im Jahr 2017 und dem laufenden Jahr in 35 Fällen insgesamt 464 Tonnen Kerosin über den Bundesländern abgelassen, allein 96 Tonnen davon 2018. Darunter waren auch 4 Fälle, in denen der Kerosinablass von Maschinen der deutschen Luftwaffe und der US-Airforce kam. Es handelt sich hierbei nur um die Fälle, die den zuständigen Behörden auch tatsächlich gemeldet wurden.

Die überproportionale Belastung der beiden Bundesländer beim Kerosinablass, erklärte die Bundesregierung damit, dass die Region beim Anflug auf eine große Anzahl wichtiger Flughäfen überflogen wird. Kerosinabwurf findet meistens vor der Landung statt.

Derzeit hat das Umweltbundesamt ein Forschungsvorhaben vergeben, dass die möglichen Folgen von Kerosinablass untersucht und dessen Ergebnisse im November 2018 erwartet werden.

Nachdem bereits im November 2017 der Abwurf von 50 Tonnen Kerosin einer Frachtmaschine über dem Saarland für Schlagzeilen sorgte, hatte das saarländische Wirtschaftsministerium im März diesen Jahres eine Meldepflicht der Bundesregierung gegenüber den Ländern in solchen Fällen gefordert. Die Verkehrsministerkonferenz im April hatte daraufhin eine entsprechende Bitte an die Bundesregierung gerichtet. Konkrete Zahlen hat nun die Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Wirth geliefert.

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